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Bis ans Ende der Welt

(und zurück)

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  • Fiji

    Sep. 20th 2012

    By: Stefan

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    Und jetzt das große Finale. Eigentlich könnte man über Fiji einen eigenen Blog aufmachen, aber dazu hab ich irgendwie keine Lust mehr, deshalb wird es nur ein langer Artikel. Zum Abschluss meiner Reise wollte ich noch was ganz besonderes machen. Sozusagen einen Urlaub vom Urlaub und so habe ich mich für 10 Tage Fiji entschieden. Zwei Wochen vor meinem Rückflug nach Deutschland ging es von Christchurch aus los. In Neuseeland war gerade tiefster Winter, aber als ich in Fiji aus dem Flugzeug stieg schlug mir erst mal eine Hitzewelle entgegen. Und das obwohl technisch gesehen in Fiji auch Winter herrschte. Die Reiseagentur hatte alles gut organisiert und brachte mich zu einer Art Hotel. Was von der Straße aus nicht viel her machte, entpuppte sich nach hinten raus als ein Club mit Restaurant und tollem Strand. Beim Abendessen traf ich schon die ersten Deutschen, die mir einige tolle Tipps geben konnten, was man unbedingt sehen muss. Später besuchten wir noch eine Art Bar gegenüber und ich konnte zum ersten mal das Nationalgetränk „Kava“ verkosten. Man kann schlecht erklären, wie das Zeug schmeckt. Es ist eine Art Tee der aus Wurzeln hergestellt wird und eigentlich nach Erde schmeckt. Das besondere ist, dass das Zeug die Zunge betäubt und einen etwas high macht. Zumindest kann man danach gut schlafen. Die Fijis trinken es übrigens jeden Tag literweise. Das erklärt einiges. :-)
    Am nächsten Tag wurde ich mit einigen anderen Zur Fähre gebracht und dann gings los. Ach so, vielleicht sollte man noch erwähnen was ich für ein Programm gebucht hatte. Es gibt nahe der Hauptinsel eine Ansammlung von Inseln, die zu den beliebtesten Touristenzielen gehören. Die meisten dieser Inseln verfügen über Resorts, die Unterkunft und Verpflegung bieten und täglich von einer Fähre angefahren werden. Mein Programm enthielt 4 Inseln mit je 2 Übernachtungen.

    Die erste Insel war eigentlich mehr eine Sandbank als eine Insel. „South See Island“ maß etwa 100 Meter im Durchmesser und man konnte sie in 5 Minuten umrunden. Diese zwei ersten Tage waren die absolute Chillerzeit. Man konnte Schnorcheln und in der Hängematte abhängen. Das wars. Drei mal am Tag gabs Essen und ansonsten hatte man echt keine Verpflichtungen. Total relaxt. Also sollte einer von euch mal Burnout haben, muss er unbedingt dahin fahren. Auf der Insel wird er innerhalb einer Woche geheilt. Die Möglichkeiten zum Schnorcheln waren allerdings begrenzt und man hatte den Eindruck, dass die Betreiber nicht sonderlich sorgsam mit ihren Korallen umgehen. In einer Nacht hat es so gestürmt, dass wir mit unseren Rucksäcken die Tür verrammeln mussten. Die Betreiber meinten das wäre noch gar nichts, so alle halbe Jahre würde ein Orkan die Dächer abdecken!

    Die zweite Insel war wesentlich weniger auf Touristen ausgerichtet und man merkte sofort, dass sie komplett von Einheimischen geleitet wurde. Alles war wesentlich unorganisierter  und lief nach „Fiji Time“ ab. Das bedeutet, dass Uhrzeiten mehr einen Empfehlungscharakter haben. Einmal hatten wir eine Tour zu einem Dorf gebucht und mussten, nachdem wir zwei Stunden gewartet hatten, einsehen, dass wohl keiner mehr auftaucht. War uns dann auch irgendwie egal immerhin hatten wir noch nichts bezahlt. Allerdings wundert es mich bei der Geschäftstüchtigkeit nicht, dass die nicht von der Stelle kommen. Trotzdem war Kuata sehr schön und einige der Fotos, die ich vom Gipfel eines Bergs geschossen habe, sind mal wieder atemberaubend. Am Abreisetag machten wir in aller Frühe noch einen Ausflug zu einem Riff, wo wir unter anderem mit einer „Speergun“ Fische jagen konnten. Ich hatte bevor es los ging extra nochmal betont, dass ich rechtzeitig zur Fähre wieder da sein muss. Jaa, alles kein Problem… Äh ja genau, als wir zurück kamen, fuhr die Fähre gerade weiter. Da war ich schon ziemlich geladen, aber es hatte keinen Zweck sich aufzuregen und es war eh ein verregneter Tag. Also blieb ich noch einen weiteren Tag auf der Insel und genoss halt die Gesellschaft der Leute, die ich schon kennen gelernt hatte.

    Am Tag darauf klappte die Weiterfahrt und so landete ich auf meiner dritten Insel. Der Name der Insel „Barefoot Island“ ist echt ironisch, denn gleich am ersten Tag dort habe ich mir meine Flipflops zerlegt. ;-)
    Wegen der Verzögerung hatte ich natürlich nur eine Nacht auf dieser Insel, aber es war trotzdem toll. Der Strand war mit Abstand der schönste von allen und Abends gab es eine fantastische Feuershow und ein Dinner nach Ureinwohnerart. Die Unterbringung war auch sehr originell in kleine Hütchen. Da hatte man gleich dieses richtige Südseefeeling.

    Und zu guter Letzt „Nabua Lodge“. Hier hat man wieder richtig gemerkt, dass der Leiter ein Australier war.  Alles sehr professionell, mit Abstand das beste Essen und eine Vielzahl an möglichen Aktivitäten. Es gab eine Unterwasserhöhle in der Nähe mit einigen Tieren die ausschließlich dort leben. Um hineinzukommen musste man durch ein Loch 2 Meter unter der Oberfläche tauchen. Hört sich aber schlimmer an, als es ist. Am Strand direkt davor war schon ein Basar aufgebaut, wo man die verschiedensten, überteuerten Muscheln und Schmuckstücke kaufen konnte. Ich glaube mit sowas verdienen die das meiste Geld. Na ja, es sei ihnen gegönnt. Die zweite tolle Aktion war das sogenannte „Reef Jumping“. Ich weiß was ihr denkt. Habs auch erst falsch verstanden. Natürlich springt man dabei nicht von einem Riff. Das wäre auch irgendwie widersinnig, denn ein Riff liegt unter Wasser. Nein, das Reef Jumping war ein Bootsausflug zu gleich 3 verschiedenen Spots, wo wir stundenlang schnorcheln waren und unglaubliche Fische und Pflanzen sehen durften. Das war ein wunderbarer Abschluss eines tollen Urlaubs. Ach ja, und wir haben noch eine Kajaktour gemacht zu einen nahe gelegenen Strand und dort den Tag verbracht. Nachdem wir wieder zurück im Resort waren, fiel mir auf, dass ich meine Brille hatte liegen lassen. Es war bereits kurz vor Sonnenuntergang und so bin ich wie ein Bekloppter 5 km zurück gerannt um noch bei Licht suchen zu können. Es ist unglaublich wie viel kürzer einem der Weg vorkommt, wenn man ein Kajak hat. Hab die Brille dann auch wieder gefunden. Zum Glück! Ohne wäre ich aufgeschmissen gewesen.

    Tja, im Großen und Ganzen wars das. Klar gäbe es noch massenhaft Kleinigkeiten zu erzählen. Von den tollen Leuten, die ich unterwegs getroffen habe, dass wir jeden Tag stundenlang am Strand gelegen haben oder von den Kartenspielen jeden Abend. Ich könnte noch ewig Schreiben und könnte doch nicht mehr als einen Eindruck dessen vermitteln, was ich auf dieser Reise erlebt und gesehen habe. Lieber überlasse ich hier meinen Fotos das Schlusswort. Ich danke euch allen für das Interesse und hoffe meine Beiträge waren immer informativ und unterhaltsam. So eine Reise ist doch gleich nochmal so gut, wenn man weiß, dass andere daran teilhaben!

    Machts gut Leute!
    Euer STefan












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  • Der ganze Rest

    Sep. 5th 2012

    By: Stefan

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    Hallo Leute,

    Ich bins mal wieder. Diesmal allerdings aus Deutschland. Letzten Sonntag bin ich wieder in der alten Heimat gelandet und musste feststellen, dass unser Haus in der Zwischenzeit von einer Meute aus Freunden und Verwandten besetzt worden war ;-)
    Eine echt gelungene Überraschung. Danke nochmal an alle, die dabei waren! Auch der Fresskorb mit deutschen Spezialitäten war alles andere als fehlinvestiert. Einiges davon hat den nächsten Tag nicht überstanden :-)
    Mittlerweile habe ich mich wieder gut aklimatisiert und bin gerade dabei meine Unibewerbung vorzubereiten. Unglaublich was man da alles mitschicken muss. Insgesammt hällt sich der Stress, aber noch in Grenzen. Deshalb dachte ich, ich nutze die Gelegenheit und schreibe meinen Blog fertig. Viel Spass dabei!

    Nach der tollen Zeit im Nationalpark mussten wir erstmal einen kleinen Abstecher nach Christchurch machen, ich hatte nämlich unterwegs Kais Kamera zerdeppert und das durfte natürlich nicht so bleiben. Ich glaube allerdings wir waren beide nicht sonderlich überrascht, ich wäre es eher gewesen, wenn ich die ganze Zeit über nichts kaputt gemacht hätte. Glücklicherweise gab es ein Olympus Reperaturcenter in Christchurch. 4 Tage später waren wir auch schon wieder auf der Straße und in der zwischen Zeit haben wir uns intensiv die Stadt angeschaut. Oder besser gesagt die Ruine, denn Christchurch ist durch die beiden schweren Erdbeben mehr oder weniger sichtbar zerstört. Abgeshen von abgebrochenen Hängen und bereits eingestürzten Häusern, haben beinahe alle Bauten Schäden am Fundament. Auf mittlere Sicht wird wohl die komplette Stadt saniert werden müssen. Eigentlich unbezahlbar, auch wenn die meisten erdbebenversichert waren.
    Anschliesßend fuhren wir wieder ein ganzes Stück zurück an die Westküste, weil wir von einem kleinem Ort gehört hatten, in dem man sein eigenes Messer schmieden kann. Der Kurs dauerte den ganzen Tag und war wirklich jeden Cent wert. Am Ende hatte jeder ein völlig individuelles Messer, an dem er bis auf kleine Korrekturen alles selbst verarbeitet hat. Die Messer haben uns auf dem Rest der Reise auch noch hervorragende Dienste geleistet, sei es als Brotmesser oder als Machete, um sich durch Gestrüpp zu schlagen. Zudem trafen wir bei der Gelegenheit noch zwei andere Backpacker, mit denen wir ziemlich parallel gereist sind, wodurch wir uns immer mal wieder getroffen haben.
    Die nächste Etappe war zwar weniger erfolgreich, aber nicht minder interessant. Es gibt in Neuseeland einige Regionen, in denen früher sehr ergiebige Goldvorkommen abgebaut wurden. Deshalb verwundert es nicht, dass Goldwaschen auch heute noch zu den beliebtesten Touristenattraktionen gehört. Zwei Tage lang versuchten wir ebenfalls unser Glück, mussten aber letztlich feststellen, dass das beste, was wir gefunden hatten, ein glänzender Splitter war, bei dem es sich möglicherweise um Gold handelte. Trotzdem ein äußerst lustiger Zeitvertreib.

    Die ersten und einzigen Regentage auf unserer Reise hatten wir an den Gletschern etwas weiter südlich. Wir versuchten das beste daraus zu machen, aber der ohnehin weit entferne Gletscher war im Regen kaum zu erkennen. Na ja, man kann nicht jeden Tag Glück haben.
    Der nächste Tag war voll. Erst ging es nach Wanaka, einen Ort mit fantastischen Seen vor dem Hintergrund der Southern Alps. Hinzu kam dass zu dieser Zeit die Bäume bereits anfingen sich zu verfärben. Ich glaube einige meiner besten Fotos entstanden an diesem Tag. Ach ja und das war ja noch nicht alles. Das nächste Ziel war ein Stück vor Queeenstown, nämlich der Erfindungsort des Bungeesprungs. Auch heute noch stürzen sich dort im Minutentakt Menschen von der Brücke. Besonders angenehm ist es wenn man nur Zuschauer ist :D
    Auf der Suche nach einem Schlafplatz stießen wir auf den River Anduin aus Herr der Ringe. Nachdem wir die Umgebung ausgiebig fotografiert hatten, beschlossen wir kurzerhand dort auch zu pennen.
    Der Tag in Queenstown war zwar auch noch etwas verregnet, aber wir hatten mal wieder Glück und konnten in einer Sonnenpause auf einen der Berge steigen und bombastische Fotos von Queenstown und der Umgebung schießen. Während des Abstiegs konnte man Leute beobachten, die mit einer Art Seilbahn ins Tal jagten. Diese Stadt ist wirklich verrückt. Das einzige was wir dummerweise vergessen haben, war es dort die besten Burger Neuseelands zu essen. Das ist eigentlich das einzige was ich noch gerne gemacht hätte. Ansonsten gibt es auch hier nicht viel zu berichten, ich denke die Fotos sprechen für sich.

    Und jetzt kommt endlich der Milford Sound. Dazu stellt sich sicher erstmal die Frage, wer oder was ist denn ein Sound? In den Fiordlands auf der Südinsel gibt es zahlreiche Buchten, die von vulkanisch entstandenen Bergketten umgeben sind. Die Hänge sind oft dicht bewachsen weisen eine menge Wasserfälle auf. Äh ja, und das nennt man einen Sound. Fragt nicht warum, vielleicht weil es ein leichtes Echo gibt. Von den vielen Sounds ist nur der Milford Sound wirklich erschlossen und erreichbar. Die Fahrt von Queenstown dauert fast einen ganzen Tag und ist gesäumt von unglaublichen, landschaftlichen Eindrücken. Kurz vor dem Ziel führt der Weg durch einen Tunnel, der so in Deutschland niemals gebaut werden dürfte. Schon unser Reiseführer hatte angekündigt, dass man vor dem Eingang oft von Keas, einer Papageien Art, belagert wird. Direkt vor dem Tunnel auf einem Schneehaufen saßen tatsächlich einige Vögel, die offensichtlich hofften etwas Futter abgreifen zu können. Natürlich hatten die null Angst vor Menschen, einer hat sich sogar auf den Seitenspiegel gesetzt. Verrückte Viecher! Leider stehen sie unter Naturschutz und es ist streng verboten sie zu füttern. Am nächsten Tag konnten wir zum ersten mal den Sound bei Tageslicht sehen. Es gibt keine Stadt, nur ein Besuchercenter und einen Campingplatz. Um den Sound richtig zu erkunden muss man entweder eine Bootstour buchen oder eine mehrtägige Wanderung machen. Leider war es dafür bereits zu kalt, also blieb nur das Boot. Die Fahrt dauerte mehrere Stunden und führte einmal bis zum Meer und zurück. Eine bombastische Szene löste die andere ab und es war echt ein Glück, dass ich nochmal gerannt war um meine Akkus zu holen, sonst müsstet ihr jetzt auf diese Fotos verzichten. :D

    Der nächste Abschnitt der Reise führte die südliche Küste entlang und bescherte uns tolle Strände, Wasserfälle und die steilste Straße der Welt mit einer Steigung von 19%! Außerdem trafen wir die Jungs vom Messerkurs wieder. Wir haben beinahe jeden Abend ein Lagerfeuer gemacht und oft gegrillt. An einem Abend haben wir einen der Jungs ne neue Frisur verpasst. :D (siehe Foto)
    Das humoristisches Highlight dieses Abschnitts waren die „Niagara Falls“, die sich als etwa 50 cm hohes Geplätscher herausstellten. :-)
    Die nächste Attraktion, die schon lange auf unserer Liste stand, waren die Moeraki Boulders. Aus ihrendeinem Grund liegen an einem Strand der Ostküste riesige Steinkugeln herum. Zwar sind es nicht so viele, wie man es aufgrund der Fotos erwartet hätte, aber es ist sehr beeindruckend. Toll ist auch dass es keinerlei Absperrung gibt. Man darf sich sogar drauf setzen. Ich wette, wir waren so ziemlich die letzten, die das durften. Einige der Kugeln sind mittlerweile (hoffentlich durch natürliche Ursachen) zerbrochen, sodass man einen Blick ins Innere werfen kann. Erstaunlicherweise sind sie im Kern hohl! Meine Theorie ist ja, dass sich die Kugeln um irgendeine poröse, möglicherweise organische Struktur herum gebildet haben, die sich dann wieder verflüchtigt hat. Auf jeden Fall ein einzigartiges Naturwunder.

    Tja und unser letzter Stop war der Abel Tasman Gletscher und Mount Cook. An den Berg kommt man natürlich nicht ran, schon gar nicht bei Schnee, aber dem Gletscher konnten wir auf langwierigen Wegen doch zu Leibe rücken. Wie alle anderen Gletscher auf der Welt (abgesehen von der Antarktis, wo es stetig kälter wird!) schmilzt auch dieser rapide ab. Dadurch hat sich ein erst 30 Jahre alter See gebildet in dem überall noch Reste des Gletschers in Form von Eisschollen schwimmen. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen einige Brocken mitzunehmen und abends im Van unseren Drink mit Gletschereis aufzupeppen. Ich sag euch, so was Gutes habt ihr noch nie getrunken!!!

    Und damit ist mein Neuseeland Bericht eigentlich schon vorbei. Nachdem wir den Van abgegeben hatten, verbrachten wir noch ein paar Tage bei Freunden in Christchurch und dann trennten sich unsere Wege. Kai flog weiter nach Sydney und ich fuhr nach Ashburten, um dort noch etwas zu arbeiten und die Reisekosten wieder reinzuholen. ;-)
    Diese Zeit noch genauer zu thematisieren wäre irgendwie kein gutes Ende für den Neuseeland Bericht, deshalb möchte ich an dieser Stelle schließen. Allerdings ist es ja noch nicht ganz zu Ende, denn ihr dürft euch noch auf einen Artikel über Fiji freuen!

    Ich hoffe, ich konnte euch auf diesem Weg ein Stück Neuseeland nach Deutschland bringen!

    Euer STefan




















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  • Abel Tasman National Park

    Aug. 3rd 2012

    By: Stefan

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    Wahh, nur noch 3 Tage bis zu meiner Abreise! Bin schon richtig nervoes. :-)
    Samstag Abend reise ich nach Christchurch und Sonntag geht dann mein Flug. Wird eine kurze Nacht, aber dafuer werde ich dann mit 10 Tagen im Paradies belohnt. Zumindest sagen das alle, die bereits dort waren. Ich bin sicher den Inseln werde ich ein, zwei Artikel widmen. Die letzten Tage verbringe ich hauptsaechlich mit Vorbereitungen. Ich muss noch ein Paeckchen wegschicken, weil ich mein selbst gemachtes Messer bestimmt nicht durch den Zoll kriege. Ach ja, ich hab ein Messer gemacht. Kommt noch. :-)

    Aber alles der Reihe nach. Unsere Faehre kam frueh am morgen in Picton auf der Suedinsel an und wir beschlossen nicht lange Rast zu machen, sondern direkt an die Malboroughsounds zu fahren. Beziehungweise Kai ist gefahren, ich hab erstmal ne Runde gepennt. Als ich aufwachte, standen wir an einem Strand mitten in den Sounds, hatten einen fantastischen Blick und Kai war am pennen. :-)
    Soweit ich mich erinnere, haben wir dort erstmal ausgibig am Strand gefruehstueckt und sind dann weiter die Kueste entlang gefahren. Wir haben einige Staedte besucht und sind dann am Abel Tasman National Park vorbei bis ganz nach Norden geduest. Unterwegs haben wir noch die Gelegenheit genutzt und uns in einem kleien Laden mit extrem leckerer, selbst gemachter Schockolade versorgt. Der noerdlichste Punkt der Suedinsel ist nicht so besonderes spektakulaer. Die Aussicht ist halt einfach toll. Mir faellt gerade auf, dass die Suedinsel zwar noch viel beeindruckender war als der erste Teil der Reise, aber es gab viel weniger Ereignisse, die man erzaehlen koennte. Die wahre Attraktion ist eben die allgegenwaertige Natur und die landschaftlichen Eindruecke waehrend der Fahrt. Ich fuerchte, da werden die Artikel kuerzer ausfallen und dafuer mehr Fotos enthalten. Wurscht. Also was ist danach passiert? Genau, wir sind wieder ein Stueck zurueck gefahren und haben suedlich vom Abel Tasman gepennt.
    Am Tag darauf war der National Park dran. Wir haben uns frueh morgens von einem Wassertaxi zur Bark Bay fahren lassen und hatten dann den ganzen Tag Zeit zurueck zu wandern. Und dieser Weg ist wirklich fantastisch. Man kommt an massenhaft Straenden vorbei und der Urwald ist einfach beeindruckend. Interessant ist auch, dass der Weg bei Ebbe wesentlich kuerzer ist, als bei Flut. In dieser Gegend betraegt der Unterschied des Wasserpegels naemlich 7 Meter, weil sich das Wasser durch die Enge zwischen der Nord und der Suedinsel durchquetschen muss. Der letzte Teil des Wegs fuehrte durchs Watt, oder zumindest haben wir ihn so gewaehlt. Dadurch mussten wir auch einige male durch kleine Fluesse waaten, aber es war ja noch warm und ziemlich lustig. :-D






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  • Tongarino – Taupo – Napier – Wellington

    Juli 11th 2012

    By: Stefan

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    Oha, viele Orte diesmal, aber das ist gar nicht so schlimm wie es aussieht. Einige bekommen nur 3 Saetze. Aber zunaechst ein kurzes Update aus der Gegenwart.
    Ich bin noch immer in Ashburten, aber meine Zeit hier neigt sich dem Ende. Vor ein paar Tagen habe ich meinen Trip nach Fiji gebucht und fiebere jetzt dem 22.07 entgegen. Dazu wird es dann sicher auch nochmal einiges zu erzaehlen geben. :-/
    Mit den Leuten im Hostel verstehe ich mich nach wie vor gut und es sieht so aus als haette ich jetzt einen Job gefunden, den ich auch den Rest der Zeit behalten kann. So ein bischen Sicherheit hat man doch auch gern. Nie zu wissen, ob man am naechten Tag Arbeit hat, geht wirklich auf die Nerven. Ansonsten passiert nicht viel. Wenn ich nicht arbeite schreibe ich in meinen Blog oder lade Vortraege runter, die ich dann waehrend der Arbeit hoeren kann. ;-)
    Aber jetzt wollen wir erneut in die Vergangenheit schweifen.

    Der Tongarino National Park unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Parks in Neuseeland. Nach Coromandel war ich natuerlich auch verwoehnt von Regenwald und Strand. Den meisten ist der Tongarino National Park warscheinlich aus Herr der Ringe bekannt. Im Prinzip wurde ganz Mordor hier gedreht und der Schicksalsberg steht genau so mitten in der Landschaft. Fast erwartet man, dass jeden Moment ein kleiner Kerl mit einem Ring vorbei kommt. Die Landschaft ist karg und steinig und die ersten paar Kilometer der tagesfuellenden Tour gibt es nur einen Trampelpfad. Nur weil es sich um einen der „Great Walks“ handelt sollte man nicht meinen, es sei auch ein grossartiger Weg.^^ Lustigerweise hatten wir auf diesem Ausflug Begleitung von zwei anderen Deutschen, die wir am Tag zuvor auf einem Campingplatz kennen gelernt hatten. Abgesehen von der netten Gesellschsft und den interessanten Gespraechen hatte das den Vorteil, dass wir mit einem Van zum Startpunkt fahren und den anderen am Zielpunkt stehen lassen konnten. Ich hab keine Ahnung, wie wir das alleine gemacht haetten, denn den Weg hin und zurueck zu wandern haette bestimmt 20 Stunden gedauert.
    Das erste Stueck des Wegs fuehrte ueber eine steinige Ebene, die scheinbar gar kein Ende nehmen wollte. Vor uns ragte die ganze Zeit ueber der Kegel des Mount Ngauruhoe auf. Es ist erstaunlich, aber es ist wirklich eins zu eins der Berg aus Mittelerde ohne irgendeine Nachbearbeitung (bis auf die Lava natuerlich) ;-)
    Nach ein paar Stunden erreichten wir ihn und eigentlich fuehrte der Weg jetzt seitlich an ihm vorbei. Aber unsere Plaene sahen anders aus. Schon einige Zeit zuvor hatten mir Leute davon erzaehlt, wie sie den Berg bestiegen hatten und dass es zwar in Ermangelung eines Wegs sehr anstrengend aber auf jeden Fall lohnend ist. Was soll ich sagen, das traf hundert prozentig zu. Der Aufstieg nahm etwa zwei Stunden in Anspruch und war wirklich alles andere als einfach. Der Kegel ist mit so viel Geroell und Schotter bedeckt, dass man mehr abrutscht als aufsteigt. Nachdem wir das erste Stueck wirklich durchbeissen mussten, wurde es etwas felsiger, wodurch wir etwas schneller voran kamen. Besonders aufpassen mussten wir auf losgetretene Steinlawinen von andern Bekloppten, die verrueckt genug waren den Aufstieg zu wagen. Ueberhaupt waren erstaunlich viele Leute dort. Es ist halt wie ueberall sonst, alles was in einem Katalog steht, wird von Touristen ueberschwemmt. Einen wirklichen Gipfel gibt es eigentlich gar nicht. Ursploetzlich steht man an einer Kante. Da sollte man wirklich nicht gedankenverloren langspazieren, sonst liegt man im Krater. Der Krater ist natuerlich auch voll mit Geroell, aber man kann sich vorstellen, wie das ausgesehen hat, als er 1975 das letzte mal ausbrach. Aus den 2300 Kilometer Hoehe hatten wir eine fantastische Aussicht ueber ganz Tonagrino und vor allem die farbigen Seen direkt daneben.
    Der Abstieg war vergleichsweise einfach. Wir haben uns eine gute Stelle gesucht, sind in ein Kiesbett gesprungen und den kompletten Berg in einem Rutsch runtergeschlittert. Richtig coole Aktion!
    Der weitere Weg fuehrte erneut ueber eine weite Ebene gespickt mit einigen Auf- und Abstiegen. Besonders beeindruckend fand ich die farbigen Seen, zwischen denen der Weg entlang fuehrte. Der letzte Teil des Wegs ging stundenlang ueber Serpentinen richtung Tal und muendete letztlich in einem Wald den wir dann auch noch durchqueren mussten. Als wir endlich am Parkplatz ankamen, war es schon lange dunkel, wodurch das ganze noch zu einer Art Nachtwanderung wurde. Ich glaube ohne Kais Taschenlampe waeren wir ziemlich aufgeschmissen gewesen.

    Nach diesem „Great Walk“ fuhren wir nach Taupo. Bei Taupo handelt es sich sowohl um eine Stadt als auch um einen See, den groessten in ganz Neuseeland. Besonders bekannt sind in dieser Region die Huka Falls, ein Wasserfall der nicht aufgrund seiner Hoehe, sondern aufgrund seiner Faerbung Beruehmtheit erlangte. Der Fluss nimmt unmittelbar von dem Waserfall so viel Sauerstoff auf, dass er ein kraeftiges Hellblau annimmt. Ich fuerchte die Farbe kommt auf den Fotos nicht besonders raus, aber es sieht fantastisch aus. Mehr haben wir in Taupo eigentlich gar nicht gemacht. In Napier sieht es nicht besser aus. Die Stadt hat nur deshalb Seltenheitswert, weil sie 1931 von einem Erdbeben komplett zerstoert und anschliessend im damals angesagten Art Deco Stil wieder aufgebaut wurde. Das Stadtzentrum sieht wirklich ganz interessant aus, auch wenn mir der Ruf der Stadt etwas uebertrieben erscheint.

    Und zu guter Letzt Wellington oder eigentlich mehr die Umgebung. Oestlich von Wellington gibt es naemlich noch Straende, an denen man Paua Shells finden kann. Fuer all diejenigen, die keine Ahnung haben, was eine Paua Shell ist, erklaer ichs kurz. Anders als der Name vermuten laesst, sind Paua Shells Schnecken. Allerdings haben diese Schnecken eine Schale, die ihre Oberseite schuetzt, washalb man sie leicht fuer Muscheln halten koennte. Man findet sie an verschiedenen Straenden Neuseelands zwischen Felsen, an denen sie sich festsaugen. Leider sind diese Tiere so beliebt, dass es mittlerweile schwer ist, welche am Ufer zu finden. Was sie so begehrt macht, ist die einzigartige Faerbung auf der Innenseite des Panzers. Sie hat einen blaeulich, gruenen Glanz, den man ganz schwer beschreiben kann.
    Um dennoch erfolgreich zu sein, fuhren wir zu einem sehr entlegenen Strand oestlich von Wellington. In der Gegend gab es echt nichts mehr. Und wir hatten Recht. Der ganze Strand war voll mit leeren Pauas. Insofern war das ein voller Erfolg. Was wir allerdings nicht fanden, waren lebende Viecher, weil wir sie ja auch gerne probiert haetten. Wir verbrachten den kompletten Tag damit die besten Schalen einzusammeln und fuhren mit fetter Beute weiter Richtung Wellington.
    In Wellington selbst war eigentlich nichts geplant, da wir nicht viel Zeit hatten und die Stadt auch nicht gerade vor Sehenswuerdigkeiten ueberlaeuft. Aber es gibt nun mal nur eine Faehre zur Suedinsel, also mussten wir einen Tag dort verweilen. Wir hatten keine Lust mitten in der Stadt zu Mittag zu essen (und man weiss ja auch nicht ob sich nicht irgendein Polizist daran stoert, wenn man auf offener Strasse kocht), deshalb fuhren wir an die Kueste etwas ausserhalb vom Stadtzentrum. Und als wir nach dem Essen so nichts Boeses ahnend am Wasser lang gehen, liegen da ploetzlich wieder zwei Paua Shells. Na ja, zwei mehr koennen nicht schaden, haben wir gedacht und wollten sie einsammeln. Ging nicht! Die sassen bombenfest. Wir haben echt ein, zwei Sekunden gebraucht, um zu schnallen, dass wir da zwei lebende Exemplare vor uns hatten. Mit etwas Geduld und unter Einsatz des aeltesten Werkzeugs der Meschheit (nein, nicht der Faustkeil), gelang es uns doch noch sie zu loesen und wir fanden sogar noch einen Haufen weitere, von denen wir aber die meisten wieder ins Wasser geworfen haben.
    Nach dem Fangen ging die Arbeit aber erst richtig los. Wir wollten sie nicht gleich essen, aber auf Haustiere hatten wir auch keine Lust. Also haben wir sie in Suesswasser umgebracht und anschliessend aus der Schale geholt und erst mal eingefroren. Ich hatte vorher im Internet gelesen, wie man sowas macht. Allerdings war es wesentlich aufwendiger als es sich anhoert. Ich glaube diese Viecher sind irgendwie mit Tintenfischen verwandt. Jedenfalls hatten wir nach dem Rauspuhlen schwarze Finger. Sind schon echt schraege Tiere. Ich hoffe man erkennt das auf den Fotos einigermassen. Ach so , was ich vielleicht noch erwaehen sollte, damit es da keine Missverstaendnisse gibt. Die Pauas sind zwar begehrt, sind aber nicht akut bedroht. Deshalb ist es Touristen erlaubt, eine begrenzte Zahl zu verspeisen. Wollts nur sagen, nicht dass jetzt jemand den Tierschutz ruft. :-)

    Tja, ansonsten war Wellington wie gesagt nicht sonderlich spektakulaer. Am Abend ging es auf die Faehre und am naechsten Morgen setzte ich zum ersten mal einen Fuss auf die Suedinsel. Aufmerksamen Lesern ist sicher nicht entgangen, dass ich jetzt erst bei der Haelfte bin. Ich fuerchte, ich werde es in den verbliebenen zwei Wochen nicht mehr schaffen, den ganzen Rest zu dokumentieren. Zur Not schreibe ich die letzten Artikel in Deutschland.
    Ich freu mich schon euch alle wieder zu sehen!

    Gruss STefan

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  • New Plymouth – Whanganui

    Juni 26th 2012

    By: Stefan

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    Ein einzeln stehender Berg verhaellt sich voellig anders als die Gebirgsketten, wie man sie aus Europa kennt. Mount Egmond sticht foermlich aus der ansonsten sehr flachen Landschaft bei New Plymouth heraus. Aufgrund der steilen Haenge und der Naehe zum Meer liegt er die meiste Zeit des Jahres in dichten Wolken, die mit einer erstaunlichen Geschindigkeit um den Gipfel rotieren und gar nicht daran denken weiter zu ziehen. Hinzu kommt ein staendiger Wind, der da oben orkanartige Ausmasse annehmen kann. Als wir am Abend nach den Waitomo Caves in New Plymouth ankamen, war von dem Berg selbst praktisch nichts zu sehen. Wenn man nicht weiss, dass es Wolken sind, koennte man auch meinen, er waere komplett mit Schnee bedeckt. Unser erster Stop war mal wieder das Infocenter, um herauszufinden wann und wo man den Mount am besten besteigt. Das erwies sich jedoch als wesentlich schwieriger, als erwartet. Die Frau war sichtlich erschuettert, dass wir ueberhaupt auf den Gedanken kamen, dem Berg einen  Besuch abzustatten, da es ja viel zu gefaehrlich sei und bei der Wetterlage absolut unmoeglich. Auch wenn mir die gute Dame etwas panisch vorkam, mussten wir zugeben, dass dichter Nebel und Windgeschwindigkeiten bis zu 70 km/h nicht die optimalen Bedingungen sind, um einen 2500 Meter hohen Gipfel zu erklimmen. Etwas ernuechtert beschlossen wir eine Nacht darueber zu schlafen.
    Am naechten Morgen waehrend des Fruehstuecks gab es ploetzlich die grosse Ueberraschung. Die Wolken verzogen sich und innerhalb einer Stunde war der Berg komplett frei. Mit neuer Hoffnung fuhren wir einfach mal hin, um dort direkt nachzufragen. Die Frau an der dortigen Info war wesentlich gechillter als die am Vortag und meinte sinngemaess: Sieht ja ganz gut aus, probierts halt mal und dreht wieder um, wenn es euch umpustet. :-)
    Das haben wir dann auch gemacht. Mit leichtem Gepaeck machten wir uns auf den Weg zum Gipfel. Unterwegs haben wir einige tolle Fotos geschossen, von denen ich auch einige in den Anhang paken werde und erreichten unter mittelmaessiger Anstrengung schliesslich eine Huette auf 1500 Meter Hoehe. Waehrend einer kurzen Rast mussten wir leider feststellen, dass die Wolken zurueck kamen und dabei waren uns den Rueckweg abzuschneiden. Nach einigem Hin-und Herueberlegen entschieden wir umzukehren. Schwer zu sagen, ob das Wetter wirklich zu einem Problem geworden waere, aber das Risiko war es dann doch nicht wert.
    Tja, das wars eigentlich schon. Nur Minuten nach dem Abstieg, sassen wir schon wieder im Auto nach Whanganui.

    Nach Whanganui fuehrte uns ausnahmsweise mal keine tolle Sehenswuerdigkeit, sondern die schlichte Tatsache, dass Kai dort Freunde hat. Das heisst eigentlich waren es nicht seine Freunde, sondern die seiner Eltern. Dazu gibts ne ganz witzige Geschichte, aber ich hab keine Lust sie jetzt hier zu erzaehlen. ;-)
    Mittlerweile sind es natuerlich auch seine Freunde und ich darf sagen, auch ich habe einen guten Draht zu dieser Familie aufgebaut. Sind auch wirklich sehr nette Leute. Obwohl wir uns noch nie begegnet sind, haben sie uns aufgenommen wie Familienmitglieder. Wir hatten eigentlich vor ein paar Tage bei denen in der Einfahrt zu stehen und im Van zu schlafen, aber das kam natuerlich nicht in Frage. Kaum waren wir im Haus, wurden uns zwei Schlafzimer zugewiesen und ein bombiges Dinner aufgetischt. Da war ich ja schon einigermassen platt. Aber es wurde noch besser. Am naechsten Tag wurden wir mal eben zum Jetskifahren auf dem traumhaften Whanganui River eingeladen. Erst gabs eine kleine Demonstration und nach kurzer Zeit bin auch ich durch die Wellen gepfluegt. Diese Fahrzeuge sind der absolute Hammer, was sicher jeder, der schonmal das Vergnuegen hatte, besteatigen kann. Sollte ich mal irgendwo am Wasser wohnen, kaufe ich mir mit Sicherheit auch so ein Teil. Da ich nunmal ich bin, hab ich das Teil natuerlich auch noch versenkt. Das heisst, versenken kann man die eigentlich nicht, aber kentern ist moeglich, wenn man sich Muehe gibt. Obwohl vorher hiess es auch, Kentern sei unmoeglich. Warscheinlich haette ich das Versenken auch noch hinbekommen, wenn ich nur mehr Zeit gehabt haette. :-)
    Ganz nebenbei bekamen wir auch noch eine Stadtfuehrung und einen Ausflug zum Strand. Jetzt wo ich so darueber nachdenke, wir waren ganz schoen aktiv an diesem Wochenende.
    Am Ostersonntag konnten wir uns schliesslich noch ein bischen revangieren. Um die Familie zu entlasten haben wir ein tolles, typisch deutsches Essen gezaubert. Hackbraten und

    Apfelstrudel! Super lecker und unsere Gastgeber sahen das genauso. Ich glaube, besser  haetten wir Ostern gar nicht feiern koennen. Eier gabs auch noch. :-)

    Tja, und am Montag mussten wir auch schon weiter. Wir waeren natuerlich gerne noch laenger geblieben, aber das erlaubte unser Zeitplan nicht. Der Schicksalsberg rief bereits!

     







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  • Rotorua – Waitomo Caves

    Juni 11th 2012

    By: Stefan

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    Und es geht weiter. Nach dem Abschied in Coromandel ging es nach Rotorua. Unterwegs gabs noch einen kurzen Stop in Tauranga, um ich Kai mal zu zeigen, wo ich die andere Haelfte meiner bisherigen Zeit verbracht habe. Aber da es in Tauranga wirklich nichts von touristischem Interesse gibt, haben wir uns da nicht lange aufgehalten. Fuer Rotorua hatten wir einen Tag eingeplant, also ging es gleich nach unserer Ankunft in das dortige Infocenter. Eigentlich hatten wir geplant einen anderen Termalpark zu besuchen, als den in dem ich schon war, aber aus dem Wust an Broschueren, den man da angeboten bekommt, konnten wir heraus filtern, dass „Wai-o-Tapo“ wirklich mit Abstand am meisten zu bieten hat. Das ganze gab es besonders guenstig in Kombination mit einem Bad in heissen Quellen, wodurch wir gezwungen waren das auch noch zu buchen. ;-)
    Ueber Wai-o-Tapo habe ich ja schon frueher ausfuerlich geschieben, das wuerde sowiso keiner nochmal  lesen. Also ueberspring ich das hier mal. War aber auch beim zweiten mal eine coole Erfahrung. Die Termalbad im Anschluss war wie geschaffen, um den Schwefelgeruch wieder loszuwerden. Kleine Anmerkung: Um diesen Zustand dann auch aufrecht zu erhalten, muss man Rotorua danach sofort verlassen, denn da riecht es ueberall so. Eine komplette Stadt, die nach faulen Eiern riecht. Wer da wohnt, muss ohne Geruchsnerven geboren worden sein. Wo war ich? Auch ja, das Bad. Dieses sogenannte Schwimmbad bestand aus 7 kleinen und einem groesserem Becken, in denen die Wassertemperatur zwischen 37 und 42 Grad schwankte. Nicht gerade zum Bahnen schwimmen gedacht, aber doch sehr entspannend. Das Tagesticket haben wir voll ausgekostet und die meiste Zeit einfach nur schwitzend im Becken rumgehangen. Ich weiss war nicht anders zu erwarten. :-)
    Ausklingen liessen wir den Tag mit einer entspannten Fahrt Richtung Waitomo Caves.

    Um sich die Waitomo Caves vorzustellen, ruft man sich am besten eine moeglichst grosse Hoehle in Errinnerung, in der man schonmal war. Und dann stellt man sich vor, es wuerden ueberall Stalaktiten und andere seltsame Gebilde von der Decke haengen, die Waende waeren komplett aus „Limestone“, und wo Wasser in der Naehe ist, waere alles voller Gluehwuermchen. Jetzt habt ihr eine ungefaere Vorstellung, wie es dort aussah. Es gab verschiedene Angebote und Kombinationen der verschieden Hoehlen, aber wir entschieden uns einfach alle drei mitzunehmen. Ach ja, die Caves bestehen aus drei Hoehlen. ^^
    Interessanterweise wurde jede einzelne unabhaengig von den anderen entdeckt und sie befinden sich noch heute in verschiedem Privatbesitz. Eingentlich eine Schande, ich finde so ein Welterbe sollte spaetestens mit dem Tod des Eigentuemers in staatlichen Besitz uebergehen. Aber egal. Bisher schlagen die Besitzer noch fleissig Gewinn aus ihren Hoehlen, weshalb sie voraussichtlich nicht so bald zu Gunsten eines Parkplatzes planiert werden. :/ Das nur als Exkurs.
    Alle drei Hoehlen zu buchen war auch die absolut richtige Entscheidung, denn man kann sie in keinster Weise vergleichen. Und das obwohl sie praktisch nebeneinander liegen und warscheinlich sogar irgendwie verbunden sind. Die erste Hoehle war woweit ich weiss die am laengsten geoeffnete und das zeigte sich vor allem dadurch, dass man frueher keinen grossen Wert auf den Schutz solch einzigartiger Naturwunder gelegt hat. Im Detail heisst das, da ist kein Stalaktit mehr ganz, zumindest keiner, der sich in Reichweite von Besuchern befindet und die Waende sind an vielen Stellen braun, weil das Fett der Finger von Leuten, die alles andatschen muessen, die Kristallstruktur des Limestone zerstoeren. Dies hat sich gluecklicherweise mittlerweile geaendert. Heute kostet auch nur das Anfassen der Waende eine Strafe von 10.000 Dollar. Das ist es dann doch nicht wert.
    Diese erste Hoehle zeichnete sich besonders durch die grossen Gewoelbe mit riesigen Gesteinsformstionen aus. Ausserdem konnten wir hier ein riesiges spinnenartiges Tier bewundern, das ausschliesslich in diesen Hoehlen vorkommt (Foto unten).
    Nach diesem schon sehr beeinduckendem Auftakt, ging es direkt in die bekannteste Hoehle, die „Glowworm Caves“. Die meisten Touristen besuchen wohl nur diesen Teil des Systems, was in meinen Augen, aber wirklich nur Sinn macht, wenn man in Eile ist. Die Glowworms sind zwar wirklich die beeindruckendsten, aber soviel mehr kostet der Rest auch nicht. Der erste Halt in den Caves war ein riesiges Gewoehlbe, das eine so gute Arkustik hat, dass darin sogar schonmal Choere aufgenommen wurden. Unsere einheimische Fuehrerin (gerade deutsche Touristen brauchen ja immer einen Fuehrer ;-) ), hat sogar selbst einen kurzen Maorigesang angestimmt und das war in der Hoehle wirklich beeindruckend. Als naechstes konnten wir dann endlich die Glowworms sehen. Bei Gluehwuermchen dachte auch ich erst an die fluoreszierenden Kaefer die wir aus Deitschland kennen. Hier allerdings handelt es sich wirklich um Wuermer. Diese Tiere haengen ueberall dort, wo es Wasser gibt, von der Decke und lassen aehnlich wie Spinnen klebrige Faeden nach unten haengen. Durch ihr Leuchten locken sie andere Viecher an, die sich dann verfangen und nach oben gezogen werden. Abgesehen von der wissenschaftlichen Faszination, sieht das ganze auch unglaublich aus. Es ist als stuende man unter einem Sternenhimmel (Die Faeden sind nicht sehr lang, man muss also keine Angst haben verspeisst zu werden). Die Tour gipfelte in einer Bootsfahrt auf einem unterirdischen Fluss, der komplett von Glowworms umgeben war und letztendlich ins Freie fuehrte. Die dunkle Wasseroberflaeche wirkte wie ein Spiegel, was die Sache wirklich unbeschreiblich macht. Nach dieser tollen Erfahrung gab es eine kurze Pause und schliesslich war die letzte Hoehle dran. Um in diese zu gelangen, war ein riesiger Schacht senkrecht in den Boden gebohrt und mit einer Wendeltreppe ausgestattet worden. Diese Hoehle war auf jeden Fall die tiefste von allen und auch die laengste. Inhaltlich war sie im Prinzip eine Mischung aus den beiden vorherigen. Es gab tolle Formationen und sogar einige Fossilien, weil diese Gesteinsschicht urspruenglich Meeresboden gewesen ist und auch einige Glowworms. Beeindruckend waren auch die die sogenannten „Beaconstrips“, eine risige Mineralablagerung, die wie ein gewelltes Stueck Speck von der Decke haengt.

    Nach diesem tollen Tag, den ich als einen der Hoehepunkte meiner Reise verbuche, fuhren wir weiter nach New Plymouth und Mount Egmont…







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  • Auckland – Coromandel

    Mai 25th 2012

    By: Stefan

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    Endlich ist es soweit! Ich habe endlich Gelegenheit die vergangenen 8 Wochen zusammenzufassen. Nachdem ich zuletzt alleine 3 Wochen gebracht hatte, um nur die 3 Tage in den Northlands zu berichten, habe ich es aufgegeben den Rest noch waehrend der Reise in angriff zu nehmen. Dafuer kommt jetzt eben alles auf einmal und das ist nicht wenig.

    Doch bevor ich in die Vergangeheit schweife ein kurzes Update aus der Gegenwart. Kai und ich haben unseren Van letzten Dienstag in Christchurch abgegeben und die restlichen Tage bei Freunden seiner Eltern verbracht. Das war ein sehr entspannter Ausklang einer tollen Reise. Genaueres spaeter. Heute morgen sind wir dann zum Flughafen gefahren, haben uns verabschiedet und Kai hat seine Weltreise mit dem Ziel Austalien fortgesetzt, waehrend mit dem naechsten Bus in das nahe gelegene Ashburten weiter fuhr. Warum Ashburten? Nun, ein paar andere Backpacker, die ich auf der Reise getroffen habe, erzaehlten von ihrer tollen und produktiven Zeit dort und gaben mir die Nummer ihres ehemaligen Arbeitgebers. Nach einem kurzen Telefonat hatte ich eine Zusage und damit war das Thema Job auch wieder vom Tisch. Ich hatte allerdings eins etwas falsch eingeschaetzt. Weil wir uns bereits in der Off-Saison befinden und es langsam richtig kalt wird, war ich der Meinung es duerfte kein Problem sein, hier eine Unterkunft zu finden. Was ich allerdings nicht bedacht hatte, war, dass Ashburten keine Touristenstadt ist, sondern landwirtschaftlich gepraegt und momentan noch sehr geschaeftig. Ihr ahnt worauf das jetzt hinaus laeuft? Alles voll!!
    Praktisch jedes Hostel in dieser zugegebenermassen recht kleinen Stadt ist komplett ausgebucht und zwar auf die naechsten Wochen. Das war natuerlich echt prima. Ein Job, aber keine Unterkunft, solche Probleme muss man erst mal haben. Ich bin also duch die Stadt geirrt, in der Hoffnung doch noch irgendwo was zu finden, aber natuerlich gabs nichts. Meine letzte Idee war es in einem Hostel, in dem ich bereits angerufen hatte, nachzufragen, ob vielleicht in den naechsten Tagen was frei wird. Und da durfte ich einmal mehr die ungleubliche Hilfsbereitschaft der Neuseelaender erleben. Der Mann hat nicht nur im komplettenm Hostel nachgefragt, ob jemand vor hat, in den naechsten Tagen abzureisen, sondern auch noch bei allen ihm bekannten Hostels der Stadt angerufen und so tatsaechlich noch ein Zimmer fuer mich in einem Hostel etwas auserhalb finden koennen. Als waere das nicht genug, hat er mich auch noch hingefahren und mir versprochen sofort anzurufen, sollte bei ihm etwas frei werden. Einfach stark. Nachdem ich mich dort ein wenig eingerichtet habe, sitze ich jetzt in der Bibliotek der Stadt und habe endlich mal wieder einen Computer zur Verfuegung, um an dem Meisterwerk weiter zu arbeiten, den ich meinen Re

    iseblog nenne. ;-)

    So und jetzt zum eigentlichen Thema. Ich glaube ich war an der Stelle stehen geblieben, als wir im Begriff waren die Northlands zu verlassen und nach Auckland reinzufahren. Das haben wir auch gemacht, aber auser mit einem kurzen Besuch bei meiner Organisation haben wir uns da nicht  lange aufgehalten. Als naechtes ging es dann ostwaerts nach Coromandel. Nach einer scheinbar endlosen Fahrt, die wir aber bereits gewohnt waren, kamen wir bereits bei Dunkelheit in Pauanui an, wo ich den Sommer in der Baeckerei verbracht habe. Wir hatten bereits vorher per SMS angedeutet, dass wir vielleicht mal vorbei schauen. Natuerlich gab es keine Einwaende und man hat uns sogar angeboten auf dem Grundstueck der Familie zu schlafen. Ach ja, und das obwohl die erst zwei Tage zuvor umgezogen waren. Also ich weis nicht wie es euch geht, aber ich weiss nicht, ob ich mein neues Haus dann gleich mit ungepflegten Gaesten teilen wollte. Wie nebenbei wurden wir auch noch zum Abendessen eingeladen und durften da ein und aus gehen wie wir wollten. Duschen und waschen war auch kein Problem. Insgesamt blieben wir 3 Tage in Pauanui und haben von dort einiges unternommen. Direkt am naechsten Tag erzaehlte uns James (mein Boss) von einer Autoshow in Whangamata mit amerikanischen Wagen der 70er und 80er. Das wollten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen und so fuhren wir am Abend dorthin. Ich denke, zu der Padarde gibt es nicht sehr viel zu sagen. Die Bilder sprechen wohl fuer sich selbst. War auf jeden Fall so faszinierend, dass wir stundenlang an der Strasse gestanden haben. Auf der Fahrt zurueck gab es ploetzlich einen Schlag und das Auto fuhr ueber irgendwas drueber. Wir Deutschen waren natuerlich etwas erschrocken, aber James meinte nur entnervt „Opossum“. Scheint hier voellig normal zu sein. Man sieht auch ueberall flache Tiere rumliegen. Meistens Opossums. Wir haetten auch mal fast einen ueberfahren. Die sind aber halt auch sowas von daemlich. Die laufen tatsaechlich direkt auf die Autoscheinwerfer zu, wenn man heran rauscht. Vielleicht ist es gut so, die sind hier ohnehin ein Plage, weil sie die Eier von den Kiwis fressen. Es gibt sogar eine ganze Textilindustrie,

    die nur Fell dieser Tiere verarbeitet.

    Fuer den Sonntag hatten wir uns noch was Spezielles ausgedacht. Ich wollte Kai unbedingt die Fletcher Bay ganz im Norden von Coromandel zeigen, zu der ich schonmal hingewandert war. Da wir auf dem Weg dorthin an Cathedral Cove vorbei kommen wuerden, hatten wir noch kurzerhand beschlossen dort zu fruehstuecken.
    Am naechsten Morgen ging es also in aller Fruehe los und puenktlich zum Sonnenaufgang waren wir am Ziel. Ich will allerdings auch nicht unerwaehnt lassen, dass man vom Parkplatz etwa eine Stunde laufen muss und wir das Essen und einen Tisch mitschleppen mussten. :-)
    Gelohnt hat es sich auf jeden Fall. Ich habe praktisch das ganze Fruestueck ueber Fotos gemacht und die sind wirklich unglaublich cool  geworden. Nachdem wir den Sonnenaufgang voll ausgekostet hatten, ging es mit Volldampf weiter zur Stony Bay, von wo aus wir aufbrechen wollten. Ich hatte allerdings voellig verschaetzt, wie weit der Weg tatsaechlich war. Und auch die Beschaffenheit der Strasse hatte ich wohl ein wenig verklaert. Nachdem wir die letzte Stadt hinter uns gelassen hatten, wobei Stadt hierbei fuer eine warscheinlich zufaellige Ansammlung von drei Haeusern steht, ging es etwa eine Stunde ueber eine Schotterstrasse, die man sich in etwa vorstellen kann, wie ein trockenes Flussbett, nur dass man in einem Flussbett nicht an den Seiten in einen Abgrund stuerzen kann.
    Nach einer scheinbar endlosen Fahrt, die Kai wirklich hervorragend gemeistert hat, kamen wir am Startpunkt unserer Wanderung an. Die folgenden 6 Stunden verbrachten, wir mit fotografieren, interessanten Gespraechen ueber unsere Schulzeit (so in den Stil: „Damals als wir noch jung waren“) und zwei Picknicken, von denen eins direkt in der Fletcher Bay stattfand, bei einer fantastischen Sicht aufs Meer und Schafen ueberall um uns herum.  Auf dem Rueckweg kamen wir leider in ziemlich heftigen Regen, der zum Glueck nicht lange anhielt. Die Rueckfahrt zog sich natuerlich noch laenger als die Hinfahrt und so war es schon dunkel als wir endlich wieder in Pauanui ankamen. Ein wirklich aktiver Tag.
    Man kann sich vorstellen, dass an dem Tag nicht mehr viel passiert ist. Schliesslich mussten wir auch noch etwas schlafen, denn am naechsten Tag ging es schon weiter nach Tauranga. Aber davon beim naechsten mal mehr.







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  • Auckland – Northlands

    Apr. 14th 2012

    By: Stefan

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    Hey Leute,

    ich weiss, ist schon ein bischen her, aber versucht mal hier an Strom und Internet zu kommen.

    Ich knuepfe einfach mal direkt an meinen letzten Artikel an. Der hat ja glaube ich damit geendet, dass ich los musste, um Kai abzuholen. Das hat auch alles super geklappt. Wir haben erstmal einen Bus nach Auckland genommen und uns dort uebers Wochenende in einem Hostel einquartiert. Die folgenden zwei Tage verbrachten wir im wesentlichen mit Reiseplanung und entschieden uns dann dafuer 6 Wochen einen Campervan zu mieten und 2 weitere mit irgendetwas anderem auf der Suedinsel zu fuellen. Vielleicht gehen wir wandern oder arbeiten, wenn wir was Gutes finden. Das wird sich zeigen. Dienstsg frueh haben wir jedenfalls unseren Van abgeholt und nach einigem Papierkram und einer gruendlichen Begutachtung des Fahrzeugs gings los. Wir hatten schon vorher beschlossen, zuerst in die Northlands zu fahren (macht anders auch echt keinen Sinn) und anschliessend im Zickzack Richtung Sueden. Bei der ersten Gelegenheit wurde erstmal gross eingekauft, wodurch auch der groesste Teil der Lebensmittelkosten mit einem Schlag erledigt war. Wir haben einfach mal 10 kg Kartoffeln, 5 kg Reis und 5 Packungen Nudeln eingepackt. Das sollte ne Weile reichen. Kuchen zur Feier des Tages gabs natuerlich auch. Anschiessend ging die Reise richtig los. Wir fuhren 280 km bis zur Blend Bay hinter Whangarei und verbrachten dort die erste Nacht auf einem leeren Campingplatz, der nicht viel mehr war als eine gemaehte Wiese. Am naechten Morgen haben wir erstmal an einem tollen Aussichtspunkt ausgiebig gefruehstueckt und dann ging es weiter zur Bay of Islands. Dort haben wir einige gute Fotos geschossen, aber alles in allem hat der Lonely Planet Reisefuehrer recht, wenn er schreibt, die Bay of Islands wuerde etwas ueberschaetzt. Nach diesem Zwischenstopp ging es noch am selben Tag rauf nach Cape Reinga, dem Ort an der Nordspitze Neuseelands, an dem der Tasmanische Ozean auf den Pazifik trifft. Die Fotos, die wir dort und auch unterwegs geschossen haben, sind wirklich fantastisch geworden. Kai hatte sich noch in Auckland eine neue Kamera mit extrem schnellem Ausloeser gekauft, was unsere fotografischen Moeglichkeiten noch um einiges steigert. Nach einer Uebernachtung auf einem Campingplatz, der diesen Namen ebenfalls kaum verdient, fuehrte unsere Route an der Weistkueste entlang wieder suedwaerts. Unterwegs konnten wir dem groessten noch existierendem Kauribaum einen Besuch abstatten. Ein beeindruckender Klotz mit einem Umfang von 13 m. Die wahre Groesse kommt auf den Fotos leider nicht gut raus, aber sie vermittel;n zumindest einen Eindruck. Ein paar Kilometer weiter machten wir ein weiteres mal Halt. Diesesmal um einen ganzen Wald aud Kauribaeumen zu besuchen. In all diesen Waeldern darf man sich nur auf einem Steg bewegen, der auf Staelzen durch den Wald fuehrt. Der Grund dafuehr ist eigentlich ziemlich amuesant. Die Kauribaeume sind dermassen empfindlich, dass sie sterben, wenn Menschen auf ihre Wurzeln dicht unter dem Waldboden treten. Da sieht man mal wieder, wie beschuetzt die Neuseelandische Natur war bis Siedler hier her kamen. Ueberall sonst auf der Welt waeren die genau wie die Kiwis laengst ausgestorben. :-)
    Na ja, um so schoener dass sie uns erhalten geblieben sind, denn sie sind schon ziemlich einzigartig. Anders als bei anderen Baeumen wachsen bei denen die Wurzeln naemlich aus der Krone, schlaengeln sich dann nach unten und verwachsen mit dem Stamm. Faszinierende Pflanzen. Ich hoffe man kann das auf den Fotos zumindest ein bischen erkennen.Nach diesem botanischen Exkurs war der Tag auch schon fast wieder vorbei und so verbrachten wir unsere dritte Nacht irgendwo in der Pampa noerdlich von Auckland.

    Mir faellt gerade auf, dass wenn ich jetzt alles schildere was seitdem sonst noch so passiert ist, dieser Artikel wohl etwas Ueberlaenge bekommt. Ich glaube, ich splitte das lieber in kleinere Haeppchen und lade erstmal diesen ersten Teil mit den passenden Bildern hoch.

    Bis dann
    Euer STefan











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  • Jetzt gehts los

    März 26th 2012

    By: Stefan

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    Hey Leute,

    ich hab gerade nochmal einen Blick in meinen letzten Eintrag geworfen und gut, ich war vielleicht etwas optimistisch was den Zeitpunkt meines nachsten Artikels angeht. Dass ich nicht wie geplant gepostet habe hat allerdings den einfachen Grund, dass die Aktion mit den Waitomo Caves leider nicht stattgefunden hat. Die Ammis mit denen ich das eigentlich machen wollte, konnten dann ploetzlich nicht und der Tag den die sich dann ausgesucht haben, war fuer mich unguenstig. Zudem hatten die ein riesiges Paket fuer 350 Dollar bebucht. Das teuerste Angebot, das ich gefunden habe, hat 100 gekostet und da war wirklich schon alles drin. Weder ich noch meine Organisation konnten uns erklaeren, wie die das geschafft haben. Na ja Ammis eben :-)  Egal, ich werde versuchen das so schnell wie moeglich nachzuholen.

    Eigentlich hatte ich ja anschliessend vor erstmal quer durch Neuseeland zu reisen und moeglichst viel zu sehen, allerdings erfuhr ich dann, dass ich Ende Marz Besuch von einem ehemaligen Klassenkamerad bekommen wuerde  (Ja Kai du bist gemeint :-) ), was meine Plaene etwas umgeschmissen hat. Da es keinen Sinn gemacht haette sich jetzt die Dinge anzuschauen, die ich in einem Monat nochmal mit ihm zusammen sehen wuerde, beschloss ich doch nochmal einen weiteren Monat zu arbeiten und meine Reisekasse noch etwas aufzustocken. Ich bin also nach Tauranga gefahren, wo ich ja schonmal gearbeitet hatte und habe den Maerz damit verbracht immer ein, zwei Tage lang die unterschiedlichsten Arbeiten zu verrichten. Die genaue Reihenfolge ist wirklich nicht weiter interessant. Zusammenfassend kann man sagen, ich habe in einem Lagerhaus Saecke gestapelt, bei Umzuegen geholfen, den Strand gereinigt und in einer Fischfabrik geschuftet (nicht sehr zu empfehlen). Vermittelt wurden mir diese Jobs von so einer Art Leiharbeitsfirma. Es ist wirklich eine interessante Erfahrung mal selbst ein Gastarbeiter in einem anderen Land zu sein und zu erleben, wie es einem da so ergeht. Es ist jetzt nichts gravierend Schlimmes, aber zum Beispiel achten die darauf, dass man nur 3 – 4 Tage Arbeit die Woche hat. Das ist genug fuer die Lebenshaltungskosten, aber wirklich was ansparen kann man nicht. Auf diese Weise halten die ihre Leute eben moeglichst lange bei sich. Betrifft aber natuerlich auch nicht alle Jobagenturen. Wirklich cool war die Arbeit am Strand. Unsere Aufgabe war es den Muell, der noch immer von diesem gesunkenen Schiff angeschwemmt wird, mit speziellen Greifern einzusammeln und in Saecke zu packen. Da das ganze von der Regierung bezahlt wird, hat es keinen interessiert wieviel wir am Tag schaffen. Mit anderen Worten wurden wir also fuer einen Strandspaziergang mit vielen Pausen bezahlt. :-) Echt unglaublich!
    Ach und dann war da natuerlich noch der JOb bei einem Kaetering Service. Die haben uns fuer 3 Tage eingestellt, damit wir bei einem Dudelsackfestival!!! helfen (Fotos im Anhang).  So was habe ich auch noch nie gemacht. Der Job selber war ziemlich entspannt und ganz gut bezahlt, aber 10 STunden am Tag diesem Gedudel ausgesetzt zu sein, geht irgendwann richtig auf die Nerven. Trotzdem wiedermal ein typisch neuseelaendisch, verruecktes Event. Und wir konnten eine Menge Essen mit nach Hause nehmen. Alles in allem eine sehr leckere Erfahrung. ;-)

    Gewohnt habe ich die meiste Zeit wieder im „Just the Ducks Nuts“, wo ein paar Deutsche und einen sehr netten Schweden kennengelernt habe. War eine echt tolle Truppe. Es wurden beinahe taeglich Pokerabende veranstaltet, Filme geschaut und ich habe sogar einige mehr als wuerdige Schachgegner gefunden. Ich glaube, ich habe in diesen paar Wochen mehr dazu gelernt, als in den Monaten davor mit dem Schachcomputer. Ach so und Sport haben wir natuerlich gemacht. Fittnesmaessig hat die letzte Zeit auch einiges gebracht. Die Neuseelaendlische Landschaft ist ja fuers laufen wie geschaffen und wir hatten auch noch einen See direkt vor der Haustuer. Einige der Fotos im Anhang zeigen Teile der Strecke die wir immer gejoggt sind. Echt traumhaft.
    Vor etwa einer Woche wurden wir dann leider rausgeschmissen, weil angeblich ueberhaupt kein Platz mehr war. Ein paar Tage spaeter habe ich einen getroffen, der bleiben konnte und er meinte, es seien nach wie vor ganze Raeume frei. :-/ Na ja, wie auch immer. Der Manager ist nicht ganz einfach.
    Jedefalls mussten wir fuer die letzte Woche in Tauranga nochmal in ein anderes Hostel namens „Bell Lodge“ umziehen, was aber auch ganz ok war. Ich habe die Zeit genutzt um nochmal gegen ein paar neue Leute Schach zu spielen und musste feststellen, dass besonders Franzosen schlechte Verlierer sind. ;-)

    Gestern war dann auch dieser Monat offiziell zuende. Wir haben uns gebuehrend verabschieded und noch ein paar Gruppenfotos geschossen. Und wir wollen uns auf der Suedinsel nochmal treffen. Ich bin ich mit dem Bus nach Auckland zurueckgekehrt (Zum dritten mal jetzt *stoehn*) und werde gleich meinen Freund vom Flughafen abholen. Das heisst ich werde es versuchen, denn wie ich mich kenne, werden wir uns so dermassen verfehlen. :-) Der Flughafen ist zwar nich gross, aber ich bin gespannt. Da faellt mir ein, ich sollte jetzt echt mal aufbrechen, sonst komm ich auch noch zu spaet.

    Also machts gut und ich will zwar nicht wieder zuviele Hoffnungen wecken, aber ich denke, ich werde in naechster Zeit wesentlich mehr posten als vorher. Wenn allesw laeuft wie geplant, machen wir fuer 8 Wochen Neuseeland unsicher und werden versuchen alles zu sehen und zu fotografieren was geht. Puh, da werde ich einiges hochzuladen haben.

    Liebe Gruese
    Euer STefan







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  • Coromandel

    Feb. 11th 2012

    By: Stefan

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    Endlich ist mein Job vorbei. Also nicht dass es mir nicht gefallen hat, aber 2 Monate am selben Ort reichen dann irgendwann auch mal. Auserdem gabs ja in der letzten Zeit auch nicht viel zu berichten. Dafuer duerft ihr euch jetzt an einem sehr ausfuehrlichen Artikel freuen, denn die letzten Tage waren sehr ereignisreich.

    Also wo soll ich denn anfangen?  Am besten am Ende.
    Letzten Montag war mein  letzter Arbeitstag. Da haben wir als entspannter Abschluss einer vergleichsweise kleine Menge gebacken und dann war Schluss. Das war schon ein recht komisches Gefuehl. Immerhin war das ja 8 Wochen lang mein Alltag. Am Dienstag war dann grosse Verabschiedung von Chefs und Kollegen, natuerlich nicht ohne die Beteuerung nochmal zurueck zu kommen. Meine Chefin hat mich noch nach Thames gefahren und mir zum Abschied eine sehr liebe Karte plus einen Bonus ueberreicht. Wirklich sehr groszuegig, und das obwohl die Saison wegen des schlechten Wetters nicht besonders lief. Auserdem haben sie mehrfach betont ich soll jederzeit anrufen, wenn es Probleme gibt.
    In Thames habe ich mir dann erstmal ein Hostel gesucht und ueberlegt, was ich  als naechstes tun soll. Die Frage war schnell beantwortet durch die Begegnung mit zwei Deutschen, die vorhatten am naechsten Tag nach Norden weiter zu reisen und anboten mich mitzunehmen. Kleiner Tipp am Rande: Wer meine Route nachvollziehen will, greift jetzt am besten zur Karte. ;-)
    So kam es, dass wir am Mittwoch in aller Fruehe aufgebrochen sind und gegen Mittag in Coromandel Town waren. Hier waren wir was essen und haben noch eine Fahrt  mit einer Eisenbahn zu einem tollen Aussichtspunkt gemacht, die irgendein Spinner ueber 30 Jahre lang selbst gebaut hat. Ich sag ja, die ham se hier nich mehr alle.
    Und dann trennten sich unsere Wege wieder. Da ich mir als Tagesziel Fletcher Bay gesetzt hatte, bin ich einfach die Strasse Richtung Norden weiter gelaufen in der Hoffnung, dass mich jemand mitnimmt. Nach etwa einer Stunde hatte ich Glueck und ein alter Kiwi hat angehalten. Rueckblickend muss ich aber sagen, dass der warscheinlich einfach jemanden zum reden wollte. ;-)
    Er hat mir naemlich sie ganze Zeit in heftigstem Akzent von der Geschchte  Neuseelands erzaehlt. Der Teil, den ich verstanden habe, war aber auch sehr interessant. Nun gut, er hat mich dann an der Kreuzung hinter Colville rausgelassen, wo ich mich einfach hingehockt habe, bis wieder einer anhaelt. Diesesmal war es eine franzoesische Familie. Trotz anfaenglichen Bedenken (kleiner Scherz am Rande) bin ich mit denen bin Port Jacksen gefahren, von wo aus es nur noch 7 Kilometer bis Fletcher Bay waren. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit bin ich dort angekommen und habe in einem ansonsten menschenleeren Hostel genaechtigt.

    Auch der Donnerstag fing sportlich an mit einer 8 km  Wanderung zur Stony Bay. Den Verlauf des Wegen kann man sich vorstellen wie eine Sinuskurve, aber die Fotos, die ich von den Bergen aus geschossen habe, waren die Anstrengung wert. Auserdem verfief der Weg entlang der Kueste, wodurch ich einige Abstecher  an einsame Straende unternehmen konnte. Absolut faszinierend. An der Stony Bay gab es auch wieder einen Campingplatz, auf dem ich auch nach kurzer Zeit einen Australier getroffen habe, der mich entlang der Ostkueste wieder zurueck nach Coromandel Town genommen hat. Unterwegs haben wir noch an einigen Straenden halt gemacht und den krassesten Sonnenuntergang bestaunt, den ich je gesehen habe. Mein Plan sah eigentlich vor am Freitag wieder zurueck nach Thames zu fahren, aber dann habe ich im Hostel zwei Franzonsen (schon wieder, ich weis auch nicht wie das passiert ist) getroffen, die nach Auckland mussten. Also habe ich mich da wieder drangehaengt, weil ich dann endlich mal Gelegenheit  haette, meinen Schlafsack, den ich vor 4 Monaten bei der Organisation vergessen habe, abzuholen. Unterwegs haben wir noch einen Abstecher nach Paeroa gemacht, wo man sich mit einer riesigen Flasche der hiesigen Limonade fotografieren lassen kann.

    Lange Rede, gar kein Sinn, ich bin jetzt seit gestern in Auckland und werde es wohl auch noch bis Montag bleiben, weil ich natuerlich voellig verpeilt hatte, dass die Organisation uebers Wochennende zu hat. :-/
    Fuer Dienstag bin ich mit meinen amerikanischen Kollegen bei den Waitomo Caves verabredet, es steht also zu vermuten, dass Mittwoch ein weiterer Artikel folgt. :-)

    Bis dahin alles Gute und viel Spass mit den Fotos (all Rights reserved)
    Euer STefan

    Das muesste es auch fuer Bier geben
    Mordor???




    Wer ist denn der nervige Typ?


    Na ja, wer nicht will der hat schon



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