Hey Leute,

ist ja gar nicht so lange her, dass ich einen Artikel geschrieben habe, aber in der Zwischenzeit ist doch wieder einiges passiert.  Im Prinzip verdient jedes dieser Ereignisse einen eigenen Beitrag, aber die wären wohl recht kurz, deshalb versuch ich es jetzt mal in einem Guss.

Zunächst mal wurde ich in der Holzfabrik gefeuert. Das heißt eher halb gefeuert halb kündigt. Ich wollte nämlich sowieso gehen, weil ich dabei war eine Allergie gegen den Staub dort zu entwickeln. Aber die haben mich ohnehin nicht mehr gebraucht. Ich bin also seit einer Woche wieder arbeitslos. Meine neu gewonnene Freizeit nutze ich, um mir die Gegend weiter anzuschauen und einen neuen Job zu suchen.

Was mich zu meinem nächsten Punkt bringt. Ich habe einen neuen Job an Land gezogen. Und was für einen. Und vor allem wie. Das war schon echt ein Hammer. Ich bin einfach mal gelangweilt die Jobliste im Internet durchgegangen und habe da einen Job gefunden, bei dem man zumindest Unterkunft bekommen hätte. Besser als nichts, habe ich gedacht und mal geschrieben. Der Typ hat auch gleich geantwortet, der Job wäre schon vergeben, aber er hätte Anfang Dezember einen Job als Bäckerassistent anzubieten. Tja und nachdem wir noch ein paar Details geklärt haben, ist die Sache jetzt sicher. Am 06.12 werde für 2,5 Monate in einer Bäckerei in Coromandel arbeiten. Das ist natürlich ein Traum. Die Stadt liegt direkt am Meer und es gibt fantastische Strände in Coromandel. Außerdem werde ich alles übers Backen lernen und mehr verdienen, als unter Backpackern üblich. Allen die jetzt neidisch sind, kann ich aber sagen, es gibt auch einen Haken. Die Arbeit startet um 10 Uhr abends und geht die ganze Nacht lang. Na ja, bin mal gespannt. Darüber gibt’s bestimmt noch einiges zu erzählen, wenns erst mal angefangen hat.

Ansonsten wäre wohl  noch das letzte Wochenende erwähnenswert. Am Samstag war ich auf der Milchfarm des Bruders eines Arbeitskollegen eingeladen. Das war auch mal ne Erfahrung. Ich dachte das ganze würde so um die 2 Stunden dauern und ich würde vielleicht ein bisschen rumgeführt werden. Was mich tatsächlich erwartet hat, war ein Kaffeetrinken, ein Mittagessen und ein tolles BBQ am Abend. Ich bin immer wieder beeindruckt von diesen Menschen. Da können wir Deutschen noch viel von lernen.  Außerdem  gabs eine riesen Führung über die kompletten Weiden und wir durften sogar beim Melken helfen. Dabei wurde ich natürlich promt angekackt. Bei meinem Glück war das ja eigentlich zu erwarten. War aber eigentlich ziemlich witzig. Ich war auch nicht der einzige, der was abbekommen hat. Und hinterher wurden wir ja durch ein tolles Essen entschädigt. Mein Fazit von diesem Tag lautet: Neuseeländer sind geniale Menschen und Kühe sind dumm, wie 3 Meter Feldweg.

Am Sonntag waren wir dann zu viert in Hobbiton. Für alle die das nicht kennen, das ist das Dorf in dem die Hobbits leben. Bei wem es jetzt noch nicht klingelt, dem kann ich auch nicht helfen. :-)
Auf jeden Fall war das eine super Aktion. Abgeholt wurden wir in der nächsten Stadt und dann gings eine halbe Stunde mit dem Bus durch die Pampa. Ist man aber erst mal angekommen, wird einem klar, warum die Hobbiton ausgerechnet dort gebaut haben. Die Umgebung ist wunderschön und die Hügel rund um einen kleinen See, eignen sich perfekt zum Anlegen der vielen „Hobbit Holes“. Wie wir während der Führung erfahren durften, wurden sämtliche Filmszenen die im Auenland spielen dort und in nächster Umgebung gedreht. Besonders toll war, dass die Dreharbeiten für „Der Hobbit“ erst vor einer Woche abgeschlossen wurden. Dadurch ist die ganze Anlage top gepflegt und es wurde sogar noch etwas angebaut. Leider mussten wir so einen Wisch unterschreiben, dass wir keine Bilder ins Internet stellen. Sonst würde ich hier alles reinstellen. Aber dafür poste ich noch ein paar Fotos von meinem Ausflug zum Mount Manganoui.

So ich glaube das war alles was ich zu sagen hatte. Ich kann euch nur raten den „Hobbit“ anzusehen, wenn er rauskommt. Besonders diejenigen, die nicht wussten, was Hobbiton ist. ^^
Ach ja zum Abschluss habe ich noch was aus der Kategorie „Dinge, die die Welt nicht braucht“:
Im Souvenirshop gab es doch tatsächlich Ringe der Macht aus echtem Gold im Wert von 900 Dollar. Offenbar gibt es wirklich Fans, die bereit sind das zu zahlen.

In diesem Unsinne. Machts gut
STefan