Endlich ist mein Job vorbei. Also nicht dass es mir nicht gefallen hat, aber 2 Monate am selben Ort reichen dann irgendwann auch mal. Auserdem gabs ja in der letzten Zeit auch nicht viel zu berichten. Dafuer duerft ihr euch jetzt an einem sehr ausfuehrlichen Artikel freuen, denn die letzten Tage waren sehr ereignisreich.
Also wo soll ich denn anfangen? Am besten am Ende.
Letzten Montag war mein letzter Arbeitstag. Da haben wir als entspannter Abschluss einer vergleichsweise kleine Menge gebacken und dann war Schluss. Das war schon ein recht komisches Gefuehl. Immerhin war das ja 8 Wochen lang mein Alltag. Am Dienstag war dann grosse Verabschiedung von Chefs und Kollegen, natuerlich nicht ohne die Beteuerung nochmal zurueck zu kommen. Meine Chefin hat mich noch nach Thames gefahren und mir zum Abschied eine sehr liebe Karte plus einen Bonus ueberreicht. Wirklich sehr groszuegig, und das obwohl die Saison wegen des schlechten Wetters nicht besonders lief. Auserdem haben sie mehrfach betont ich soll jederzeit anrufen, wenn es Probleme gibt.
In Thames habe ich mir dann erstmal ein Hostel gesucht und ueberlegt, was ich als naechstes tun soll. Die Frage war schnell beantwortet durch die Begegnung mit zwei Deutschen, die vorhatten am naechsten Tag nach Norden weiter zu reisen und anboten mich mitzunehmen. Kleiner Tipp am Rande: Wer meine Route nachvollziehen will, greift jetzt am besten zur Karte. ;-)
So kam es, dass wir am Mittwoch in aller Fruehe aufgebrochen sind und gegen Mittag in Coromandel Town waren. Hier waren wir was essen und haben noch eine Fahrt mit einer Eisenbahn zu einem tollen Aussichtspunkt gemacht, die irgendein Spinner ueber 30 Jahre lang selbst gebaut hat. Ich sag ja, die ham se hier nich mehr alle.
Und dann trennten sich unsere Wege wieder. Da ich mir als Tagesziel Fletcher Bay gesetzt hatte, bin ich einfach die Strasse Richtung Norden weiter gelaufen in der Hoffnung, dass mich jemand mitnimmt. Nach etwa einer Stunde hatte ich Glueck und ein alter Kiwi hat angehalten. Rueckblickend muss ich aber sagen, dass der warscheinlich einfach jemanden zum reden wollte. ;-)
Er hat mir naemlich sie ganze Zeit in heftigstem Akzent von der Geschchte Neuseelands erzaehlt. Der Teil, den ich verstanden habe, war aber auch sehr interessant. Nun gut, er hat mich dann an der Kreuzung hinter Colville rausgelassen, wo ich mich einfach hingehockt habe, bis wieder einer anhaelt. Diesesmal war es eine franzoesische Familie. Trotz anfaenglichen Bedenken (kleiner Scherz am Rande) bin ich mit denen bin Port Jacksen gefahren, von wo aus es nur noch 7 Kilometer bis Fletcher Bay waren. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit bin ich dort angekommen und habe in einem ansonsten menschenleeren Hostel genaechtigt.
Auch der Donnerstag fing sportlich an mit einer 8 km Wanderung zur Stony Bay. Den Verlauf des Wegen kann man sich vorstellen wie eine Sinuskurve, aber die Fotos, die ich von den Bergen aus geschossen habe, waren die Anstrengung wert. Auserdem verfief der Weg entlang der Kueste, wodurch ich einige Abstecher an einsame Straende unternehmen konnte. Absolut faszinierend. An der Stony Bay gab es auch wieder einen Campingplatz, auf dem ich auch nach kurzer Zeit einen Australier getroffen habe, der mich entlang der Ostkueste wieder zurueck nach Coromandel Town genommen hat. Unterwegs haben wir noch an einigen Straenden halt gemacht und den krassesten Sonnenuntergang bestaunt, den ich je gesehen habe. Mein Plan sah eigentlich vor am Freitag wieder zurueck nach Thames zu fahren, aber dann habe ich im Hostel zwei Franzonsen (schon wieder, ich weis auch nicht wie das passiert ist) getroffen, die nach Auckland mussten. Also habe ich mich da wieder drangehaengt, weil ich dann endlich mal Gelegenheit haette, meinen Schlafsack, den ich vor 4 Monaten bei der Organisation vergessen habe, abzuholen. Unterwegs haben wir noch einen Abstecher nach Paeroa gemacht, wo man sich mit einer riesigen Flasche der hiesigen Limonade fotografieren lassen kann.
Lange Rede, gar kein Sinn, ich bin jetzt seit gestern in Auckland und werde es wohl auch noch bis Montag bleiben, weil ich natuerlich voellig verpeilt hatte, dass die Organisation uebers Wochennende zu hat. :-/
Fuer Dienstag bin ich mit meinen amerikanischen Kollegen bei den Waitomo Caves verabredet, es steht also zu vermuten, dass Mittwoch ein weiterer Artikel folgt. :-)
Bis dahin alles Gute und viel Spass mit den Fotos (all Rights reserved)
Euer STefan
- Das muesste es auch fuer Bier geben
- Mordor???
- Wer ist denn der nervige Typ?
- Na ja, wer nicht will der hat schon

























