Hey Leute,
ich weiss, ist schon ein bischen her, aber versucht mal hier an Strom und Internet zu kommen.
Ich knuepfe einfach mal direkt an meinen letzten Artikel an. Der hat ja glaube ich damit geendet, dass ich los musste, um Kai abzuholen. Das hat auch alles super geklappt. Wir haben erstmal einen Bus nach Auckland genommen und uns dort uebers Wochenende in einem Hostel einquartiert. Die folgenden zwei Tage verbrachten wir im wesentlichen mit Reiseplanung und entschieden uns dann dafuer 6 Wochen einen Campervan zu mieten und 2 weitere mit irgendetwas anderem auf der Suedinsel zu fuellen. Vielleicht gehen wir wandern oder arbeiten, wenn wir was Gutes finden. Das wird sich zeigen. Dienstsg frueh haben wir jedenfalls unseren Van abgeholt und nach einigem Papierkram und einer gruendlichen Begutachtung des Fahrzeugs gings los. Wir hatten schon vorher beschlossen, zuerst in die Northlands zu fahren (macht anders auch echt keinen Sinn) und anschliessend im Zickzack Richtung Sueden. Bei der ersten Gelegenheit wurde erstmal gross eingekauft, wodurch auch der groesste Teil der Lebensmittelkosten mit einem Schlag erledigt war. Wir haben einfach mal 10 kg Kartoffeln, 5 kg Reis und 5 Packungen Nudeln eingepackt. Das sollte ne Weile reichen. Kuchen zur Feier des Tages gabs natuerlich auch. Anschiessend ging die Reise richtig los. Wir fuhren 280 km bis zur Blend Bay hinter Whangarei und verbrachten dort die erste Nacht auf einem leeren Campingplatz, der nicht viel mehr war als eine gemaehte Wiese. Am naechten Morgen haben wir erstmal an einem tollen Aussichtspunkt ausgiebig gefruehstueckt und dann ging es weiter zur Bay of Islands. Dort haben wir einige gute Fotos geschossen, aber alles in allem hat der Lonely Planet Reisefuehrer recht, wenn er schreibt, die Bay of Islands wuerde etwas ueberschaetzt. Nach diesem Zwischenstopp ging es noch am selben Tag rauf nach Cape Reinga, dem Ort an der Nordspitze Neuseelands, an dem der Tasmanische Ozean auf den Pazifik trifft. Die Fotos, die wir dort und auch unterwegs geschossen haben, sind wirklich fantastisch geworden. Kai hatte sich noch in Auckland eine neue Kamera mit extrem schnellem Ausloeser gekauft, was unsere fotografischen Moeglichkeiten noch um einiges steigert. Nach einer Uebernachtung auf einem Campingplatz, der diesen Namen ebenfalls kaum verdient, fuehrte unsere Route an der Weistkueste entlang wieder suedwaerts. Unterwegs konnten wir dem groessten noch existierendem Kauribaum einen Besuch abstatten. Ein beeindruckender Klotz mit einem Umfang von 13 m. Die wahre Groesse kommt auf den Fotos leider nicht gut raus, aber sie vermittel;n zumindest einen Eindruck. Ein paar Kilometer weiter machten wir ein weiteres mal Halt. Diesesmal um einen ganzen Wald aud Kauribaeumen zu besuchen. In all diesen Waeldern darf man sich nur auf einem Steg bewegen, der auf Staelzen durch den Wald fuehrt. Der Grund dafuehr ist eigentlich ziemlich amuesant. Die Kauribaeume sind dermassen empfindlich, dass sie sterben, wenn Menschen auf ihre Wurzeln dicht unter dem Waldboden treten. Da sieht man mal wieder, wie beschuetzt die Neuseelandische Natur war bis Siedler hier her kamen. Ueberall sonst auf der Welt waeren die genau wie die Kiwis laengst ausgestorben. :-)
Na ja, um so schoener dass sie uns erhalten geblieben sind, denn sie sind schon ziemlich einzigartig. Anders als bei anderen Baeumen wachsen bei denen die Wurzeln naemlich aus der Krone, schlaengeln sich dann nach unten und verwachsen mit dem Stamm. Faszinierende Pflanzen. Ich hoffe man kann das auf den Fotos zumindest ein bischen erkennen.Nach diesem botanischen Exkurs war der Tag auch schon fast wieder vorbei und so verbrachten wir unsere dritte Nacht irgendwo in der Pampa noerdlich von Auckland.
Mir faellt gerade auf, dass wenn ich jetzt alles schildere was seitdem sonst noch so passiert ist, dieser Artikel wohl etwas Ueberlaenge bekommt. Ich glaube, ich splitte das lieber in kleinere Haeppchen und lade erstmal diesen ersten Teil mit den passenden Bildern hoch.
Bis dann
Euer STefan






























