Neuseeland ist der Hammer!!!
Ich bin jetzt seit etwa 2 Tagen mitten im Zentrum von Auckland und bin schon fasziniert von diesem Land und seinen Einwohnern. Und das obwohl man hier noch ueberhaupt nichts von der tollen Natur zu sehen kriegt. Im Prinzip ist Auckland eine Grosstadt wie jede andere, das Zentrum wirkt, als  haette man ganz Frankfurt auf engstem Raum zusammengepresst. Da stehen riesige Hochhaeuser von Banken direkt neben winzigen Laeden und Einkaufszentren. Alle 10 Meter steht irgend eine Fastfoodkette. Und zwischen all dem durcheinander wohnen auch noch ueber eine Millionen Menschen. Sobald man aus dem Zentrum rauskommt, hat alles eher Vorstadtcharakter. Es heisst sogar Auckland sei so weitlaeufig, dass es sich eher um mehrere Staedte handelt. Und natuerlich ist alles unheimlich gruen. Ueberall wo es moeglich war, sind hier Parks und Wiesen angelegt worden, was der Stadt ein ausgesprochen freundliches Gesicht verleiht. Ungewohnt ist auch der starkte Einfluss asiatischer Kultur(Das soll aber nur in Auckland so sein). An jedem dritten Geschaeft springt einem riesige Leuchtreklame mit Asiatischen Schriftzeichen entgegen. Das ist allerdings nicht verwunderlich, denn Koreaner stellen hier mindestens ein Virtel der Einwohner.

Als ich aus dem Flughafen raus war, war ich kurz unsicher, ob ich nicht wieder in Korea gelandet bin. :-)
Hab dann aber recht schnell meinen Shuttlebus gefunden, der mich zum Hostel gebracht hat. Dabei durfte ich zum ersten mal Linksverkehr erleben. Ich wusste natuerlich, dass hier Linksverkehr herrscht, aber es zu wissen und es zu erleben sind zwei voellig verschiede Dinge. Besonders auf der Autobahn hab ich staendig gedacht: „Was macht der denn, der kann doch nicht rechts ueberholen“. ;-)
Autofahrer die die schoenen, geraden Strassen aus Deutschland gewohnt sind, duerften auch erstmal befremdet sein. Neuseeland liegt auf 53 Vulkanen und direkt ueber einem tektonischen Riss. Entsprechend uneben ist auch die Landschaft und Strassen koennen schon mal fast senkrecht nach unten fuehren. Das passt allerdings zu den Einheimischen, die in allem etwas verueckt drauf zu sein scheinen. Man sieht die skurielsten Typen auf der Strasse(Bilder folgen) und zu den beliebtesten Sportarten gehoeren Rugby, Bungyjumping und so ein schraeges Spiel
bei dem man in einem Ball sitzend einen Abhang runter rollt. Ich sag ja voellig bekloppt, aber auch sehr liebenswert und wahnsinnig hilfsbereit. Als ich und noch ein paar andere unser Buero gesucht haben und etwas ratlos da standen, kam sofort ein Mann im Anzug und hat gefragt, ob er uns helfen kann. Am naechten Tag trafen wir ihn dann wieder. Er war der Bankangestellte der fuer uns die Konten eroeffnet hat. Solche und viele andere Kleinigkeiten sorgen dafuer, dass man sich hier schnell wie zu Hause fuehlt.Gestern hatten wir unseren Einfuerungskurs in dem auch ausfuehrich auf die Sehenswuerdigkeiten eingegangen wurde, die man sich keinesfalls entgehen lassen darf. Die Liste war so lang, dass sich alle Zuhoerer erstmal etwas erschlagen fuelten. :-)  Ich auch. Und dabei bin ich noch gut dran, die meisten sind nur 6 Monate oder so hier. Ich kann mir zumindest mehr Zeit lassen. Gleich wird  der zweite Teil der Einfuerung stattfinden, in dem es um Jobsuche gehen wird. Je nachdem wo ich meinen ersten Job finde, werde ich auch meine weiteren Reiseplaene anpassen. Am liebsten waere mir erstmal was im Norden, damit ich dann das ganze Land suedwaerts „abarbeiten“ kann. Aber das wird sich zeigen.
Meinen Freunden, Kollegnen und Verwandten wuensche ich jedenfalls alles Gute und freue ich auf Nachrichten von euch.
lg
STefan