Heute war mit Abstand der beste Tag bisher. Der Titel verrät es schon ein wenig. Was in Auckland ist wohl 43.27 Meter hoch? Genau die Harbour Bridge. Und was macht man auf der Harbour Bridge? Einige haben es wohl schon mit Entsetzen erraten: Bungy Jumping!!!
Genau das habe ich heute morgen gemacht. War eigentlich gar nicht geplant. Heute habe ich nämlich an einer Bustour teilgenommen, um Auckland besser kennen zu lernen und ursprünglich hiess es wir würden den Skytower besuchen und dort so einen „Nicht Kopf über Sprung“ machen. Aber als wir dann im Bus sassen, meinte der Fahrer wir würden zur Harbour Bridge fahren und wer denn Lust hätte da zu springen. Da hab ich gedacht, warum nicht? Wollte ich sowiso irgendwann machen.
Diese Gelassenheit verlässt einen dann allerdings ganz schnell wieder. :-)
Ich und die anderen Verrückten wurden immer nervöser, während wir die Brücke raufstiegen. Etwa in der Mitte befindet sich unter der Brücke in einer Höhe von etwa 15 Metern eine Art Gondel, von der aus man dann springt. Leider hatte ich auf der Brücke keine Kamera dabei, aber das Wetter war eh mies und ich hätte sie bestimmt fallen gelassen. Oben angekommen bekamen wir das Ganze dann kurz erklärt, das Seil um die Füsse und dann wurde gesprungen. Man überlegt sich im Vorfeld natürlich alles mögliche, wie man am besten springen soll. Im Idealfall natürlich mit einem eleganten Kopfsprung. Wenn man dann allerdings da vorn an der Kante zum Abgrund steht, spielt das keine Rolle mehr. Der ganze Körper ist voll mit Adrenalin und deine Welt verengt sich auf die Brücke, das Wasser und den Kerl, der hinter dir steht und von 5 runter zählt… Und dann springt man.
Ich weiss das klingt albern, aber genauso simpel ist es. Der Kopf ist da gar nicht sonderlich beteiligt. Das Pungyseil bremst den Fall fast direkt nach dem Absprung, aber dieser kurze Moment des freien Falls kam mir länger vor als der ganze Rest. Kurz vor der Wasseroberfläche(einer ist sogar etwas eingetunkt) zieht es einen wieder hoch und man pendelt noch 3-4 mal rauf und runter, bis der Schwung aufgebraucht ist und sie dich wieder rein ziehen. Oben angekommen wird man von allen beglückwünscht und ist dann erstmal damit beschäftigt, das Zittern unter Kontrolle zu bringen, während der Körper das Adrenalin abbaut. Ich war der Zweite von Sieben, also hatte ich dafür einige Zeit, bis es wieder runter ging.
Tja, das war doch mal ein Tag. Ansonsten wäre noch zu sagen, dass die Vorbereitungen mittlerweile abgeschlossen sind und ich morgen mit dem Bus nach Tauranga fahre. Da soll es um diese Zeit viele Fruitpicking Jobs geben und ausserdem ist da ja gerade diese ölkatastrophe. Ich hoffe, ich kann da bei den Säuberungsarbeiten helfen. Denn wann bekommt man schonmal Gelegenheit dazu einen Pinguin zu waschen. :-)
Na ja ich bin mal gespannt. Danke auch an alle die mir schon geschrieben haben. Hat mich sehr gefreut und ich versuche immer so schnell wie möglich zu antworten. Einigen aufmerksamen Lesern ist sicher aufgefallen, dass ich euch jetzt wieder mit Umlauten verwöhnen kann. Diese englischen Tastaturen haben sowas nicht, deshalb musste ich erst ein Programm schreiben, das mir ne deutsche Tastatur emuliert. Ein scharfes S muss ich auch noch einbauen fällt mir gerade auf.
Liebe Grüsse
Euer STefan
PS: Ich habe zwar ein tolles Video von dem Sprung aber es ist viel zu gross für den Upload.
Ich muss mal schaun ob ich das irgendwie kleiner kriege. Sry
